KJ ole, Spanien woa sche – Firmes en la fe
„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ … einige TeilnehmerInnen unserer Reisegruppe genossen ihren allerersten 1. Flug, ausgerechnet nach Spanien zum Weltjugendtag. Bereits am Flughafen Valencia wurden wir von den VoluntärInnen und dem zuständigen Pfarrer Don Jorge mit Gitarre und spanischen Liedern stimmungsvoll empfangen. In der Pfarre San Raimundo nahmen uns Gastfamilien auf – hier lernten wir die spanische Kultur hautnah kennen. Die Kommunikation funktionierte oft mit Händen und Füßen, weil die SpanierInnen nur wenig bis kein Englisch sprachen.
Höhepunkte in Valencia waren für uns das Willkommenskonzert und das internationale Abendgebet, wo wir bereits Menschen aus aller Welt trafen (Brasilien, Peru,…). Die Stadt Valencia faszinierte uns, vor allem die CAS (City of Arts & Sciences) und die Altstadt. Entspannung fanden wir am wunderschönen Strand in Valencia. Gemeinsam mit unseren spanischen VoluntärInnen und der südafrikanischen Reisegruppe, die ebenfalls in unserer Pfarre untergebracht war, machten wir einen Ausflug nach Gandía. Während wir einige Male leckere Paella aus Riesenpfannen aßen, hielten wir unsere täglichen Lunchpakete mit einigen trockenen Baguettes bald nicht mehr aus. Die gute und ausgelassene Stimmung der SüdafrikanerInnen war bereits eine tolle Einstimmung auf Madrid.
Nach einer 5-stündigen Busfahrt quer durch Spanien erreichten wir unser 2. großes Reiseziel: Madrid. Hier erlebten wir multikulti pur. Ganz unterschiedliche Sprachen, viele bunte Fahnen (einige kannten wir bis dahin noch gar nicht z.B. Honduras, Libanon,…). Besonders faszinierte uns die laute und stimmungsvolle Musik/Gesänge auf den Straßen und U-Bahnen sowie die Offenheit der Menschen aufeinander zu zugehen. Neu und bereichernd waren die verschiedenen Zugänge der Katechesen (rhythmische Musik, Glaubenszeugnisse, Bibelauslegungen durch unterschiedliche Bischöfe). Zu den musikalischen Höhepunkten zählte der Besuch eines Genrosso-Konzerts, wo wir eine tolle Lichtshow, abwechslungsreiche Musik und gute Stimmen erlebten.
Ein weiterer Höhepunkt war der Kreuzweg durch Madrid. Jugendliche aus aller Welt haben das Weltjugendkreuz von Station zu Station getragen. Darunter waren auch Erdbebenopfer aus Japan und Haiti, Aids-Kranke, Arbeitslose und Jugendliche aus armen Ländern. Diese Jugendlichen haben in ihrem Leben auch viel Leid zu tragen – dieser Bezug zum Leid in der Welt hat viele von uns sehr berührt.
Abschluss der Reise war am Militärflughafen Cuatro Vientos. Bei der Anreise machte uns die spanische Hitze (über 40 Grad) richtig zu schaffen, Leute aus Wohnhäusern sprühten Wasser aus Fenstern, Garagen..., um uns pilgernde Jugendliche abzukühlen.
Höhepunkt am Fluggelände waren die Vigil und die Abschlussmesse mit dem Papst. Der Papst fand passende Worte für die vielen begeisterten Jugendlichen. Auf diesem Fluggelände fanden sich ca. 1 bis 2 Millionen Jugendliche ein und sorgten für eine großartige Stimmung. Beeindruckend war, dass es in Spanien genau einmal geregnet hat, genau zur Zeit der Vigil begleitet von Windböen. Eine Situation, die das spanische Krisenmanagement und uns auf eine harte Probe stellte.
Unser Schlachtruf auf den Straßen und in den U-Bahnen Madrids:
Hola, Hola – so singen ma,
viva Austria.
KJ ole, Spanien is sche,
Firmes en la fe !
Der Weltjugendtag 2011 in Zahlen
Offizielle Website des Weltjugendtages
Infos:
Maria Hochholzer
T 0732 7610 - 3315
E maria.hochholzer@dioezese-linz.at