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Mauthausen Befreiungsfeier 7.5.2017

Über 7.000 Menschen aus dem In- und Ausland nahmen auch dieses Jahr wieder an der Gedenk- und Befreiungsfeier in Mauthausen teil.

„Wenn wir hier an diesem Ort des Grauens und der Hölle der Opfer gedenken, so wollen wir die, die zur Nummer, zum Kalkül, zur Funktion degradiert wurden, beim Namen nennen. ‚Denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen -Yad Vashem-‘, geben steht in Jesaja. Wir gedenken derer, die in der damaligen Zeit gerecht waren, die sich nicht vom Sog der Ideologie haben mitreißen lassen. Wir gedenken derer, die ihr Leben lassen mussten, weil sie kleine Zeichen der Solidarität mit Kollegen gesetzt haben. Wir gedenken derer, die in der Zeit des Nationalsozialismus ihr Leben für die Rettung anderer riskierten“, bringt Diözesanbischof Manfred Scheuer den Grund des Zusammenkommens beim ökumenischen Wortgottesdienst der diesjährigen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen auf den Punkt.

 

Über 7.000 Menschen aus dem In- und Ausland nahmen auch dieses Jahr wieder an der Gedenk- und Befreiungsfeier teil, die wie jedes Jahr vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM) organisiert wurde. Zahlreiche PolitikerInnen waren anwesend, wie Bundespräsident Alexander van der Bellen, Bundeskanzler Christian Kern, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, Landeshauptmann Thomas Stelzer, NR-Präsidentin Doris Bures und noch weitere MinisterInnen und LandespolitikerInnen.

 

Zwei Themen wurden heuer vorrangig in den Reden aufgegriffen. Einerseits „Internationalität verbindet“, das diesjährige Thema der Befreiungsfeiern und andererseits die Veränderungen in der Gedenkarbeit, die mit dem Sterben der letzten ZeitzeugInnen einhergehen. Heuer konnten noch ungefähr 10 Überlebende an der Befreiungsfeier teilnehmen, doch bald gibt es keine Möglichkeiten mehr direkt von jemandem zu hören, der die Geschehnisse in den Lagern miterlebt hat. Beim Jugendgedenkmarsch, der vor der Befreiungsfeier vom Steinbruch über das Jugenddenkmal zum Appellplatz führte, sprach Julia Herr von der Bundesjugendvertretung von der Pflicht sich zu erinnern. Sie forderte vor allem die Jugendorganisationen auf, aktive Gedenkarbeit zu leisten und  gegen das Lügen und Vergessen zu kämpfen denn, was damals war, kann wieder geschehen.

 

Das Thema „Internationalität verbindet“ spürte man beim Beginn der Befreiungsfeier, als der Mauthausenschwur in mehr als 20 verschiedenen Sprachen verlesen wurde, besonders stark. Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen weder Deutsche noch Österreicher waren, ist diese Feier von internationaler Bedeutung und es nehmen viele Länderdelegationen daran teil. Auch Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich, ging in seiner Rede auf die Internationalität ein, die in der heutigen Zeit oft als Bedrohung von nationalen Interessen gesehen wird. Doch um eine gute Welt zu gestalten, braucht es ein Zusammenhalten und Zusammenarbeiten und er forderte, dass wir an einem Europa bauen sollten, dass nicht nationale Kleinkariertheit darstellt, sondern offen und tolerant ist. 

 

VertreterInnen der Katholischen Jungschar Diözese Linz, sowie aus den Diözesen Graz-Seckau, St. Pölten und von der Bundesebene waren mit der Katholischen Jugend Diözese Linz gemeinsam beim Jugendgedenkmarsch und der Befreiungsfeier und werden das Gehörte mit in ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nehmen, denn wir sind uns sicher: Internationalität verbindet!

 

Sarah Mayer / Referentin der Katholischen Jugend OÖ

 

kj oö Transparent
kj oö und ksj Transparent
Bischof Manfred
VertreterInnen der kj oö und ksj
Flagge Mauthausen
Gedenkmarsch
Gäste
Gedenkmarsch
Transparent Internationalität verbindet
Redner
Gedenkschiff

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