Tuesday 20. April 2021

„Niemals vergessen“

Seit 2006 stehen die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr unter einem bestimmten Thema, das zur Geschichte des KZ-Mauthausen bzw. zur NS-Vergangenheit Österreichs in Beziehung steht.

Dabei ist auch immer der Gegenwartsbezug wichtig, um das „Niemals Vergessen“ deutlich zu machen. Das Thema der heurigen Feiern ist „Steinbruch und Zwangsarbeit“ und genau in dem Steinbruch, dem „Wiener Graben“ begann am Sonntag, 10. Mai wie jedes Jahr der Jugendgedenkmarsch, der Teil der internationalen Gedenk- und Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist und von der Katholischen Jugend, der Sozialistischen Jugend und der Gewerkschaftsjugend in Zusammenarbeit mit dem Mauthausen Komitee gestaltet wird.

Ungefähr 350 Jugendliche und junge Erwachsene versammelten sich im Steinbruch und hörten zuerst die Reden von Sascha Ernszt, ÖGJ und Fiona Kaiser, SJ. Beide nahmen Bezug auf die Verbrechen, die genau an dieser Stelle vor 70 Jahren passiert sind und forderten dazu auf, niemals zu vergessen und gemeinsam gegen jegliche Art von Rassismus und Diskriminierung aufzustehen. Danach setzte sich der Marsch über die Todesstiege zum Kinder- und Jugenddenkmal fort. Dabei hatte man immer vor Augen wie dieser Weg vor über 70 Jahren zurückgelegt werden musste. Halb verhungert, bloßfüßig und mit Steinen mit bis zu 50 kg auf dem Rücken. Martin Hagmayr vom Mauthausen Komitee Steyr brachte in seiner Rede ein paar eindrückliche Beispiele, die die Geschehnisse von damals noch näher brachten. Philip Zehentner von der KJ spannte dann den Bogen zu Zwangsarbeit und Ausbeutung von Menschen heute. Auf Buttons, die ausgeteilt wurden konnte man Fotos von den Zwangsarbeitern im Steinbruch damals und von Näherinnen heute sehen. Er erinnerte uns daran, dass wir aus der Geschichte lernen und gegen Unrecht aufstehen sollten und alles tun, was in unserer Macht steht. Als passendes Schlusswort zitierte Philip Zehentner aus der Rede von Christine Nöstlinger, die bei der Gedenkfeiern im Parlament sagte: „Frei von Schuld zu sein, heißt aber nicht, frei von Verantwortung zu sein.“

Die zahlreichen Jugendorganisationen, wie Katholische Jungschar und Evangelische und Muslimische Jugend zogen dann weiter zum Eingangstor des ehemaligen KZs und bildeten den Abschluss des Gedenkzuges, der die Lagerstraße entlang über den Apellplatz führte. Es war, wie jedes Jahr, ein sehr bewegender Moment an diesen geschichtsträchtigen Orten zu sein, wo wieder ins Bewusstsein gerufen wird, wozu Menschen fähig sind und warum das „Niemals vergessen“ so wichtig ist.

 

Fotos Jugendgedenkmarsch in der KZ Gedenkstätte Mauthausen 2015 ...

 


Für Rückfragen:

Sarah Mayer
T 0732 7610 - 3336
E sarah.mayer@dioezese-linz.at

 

Weitere Infos zu den Befreiungsfeiern 2015 unter: H www.mkoe.at

 

 

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