Saturday 5. December 2020

Adventliturgie - Lichtgestalten

Hintergrund: Beschäftigung mit Heilige aus der Advents- und Weihnachtszeit. Heilige sind Lichtgestalten für uns, sie veranschaulichen einen tiefen Glauben und die unendliche Liebe Gottes

Stationenliturgie: einzelne Stationen passend zu dem/der jeweilige/n Heilige/n gestalten. Eventuell Statuen oder Symbole. Zwischen den Stationen Lichtspuren legen.

Liturgische Eröffnung
Begrüßung und Hinführung zum Thema

VorsteherIn

Lied

Christus dein Licht

  1. Station

Heilige Barbara

Die Heilige Barbara hat eine Lichtspur gezogen, weil sie auch in schlimmen Zeiten ihre Hoffnung nie verloren hat. Dies zeigt sich auch in der Geschichte zum Barbarazweig. Laut der Legende wurde Barbara von ihrem Vater als Christin „angezeigt“ und vom Statthalter dafür zum Tode verurteilt. Auf dem Weg ins Gefängnis blieb Barbara mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen. In ihrer Zelle benetzte sie den abgebrochenen Zweig mit Wasser aus ihrem Trinknapf, und in den letzten Tagen ihres Lebens, schon im Bewusstsein ihres Todesurteils, fand sie Trost darin, dass der Zweig in ihrer Zelle blühte. Es ist überliefert, dass Barbara über den Zweig gesagt haben soll „Du schienst tot, aber bist aufgeblüht zu schönem Leben. So wird es auch mit meinem Tod sein. Ich werde zu neuem, ewigen Leben aufblühen.“

Diese unerschütterliche Hoffnung ist es, die die Heilige Barbara zu einer Lichtgestalt macht. Sie hat ihre Hoffnung nie verloren und ist für Ihre Überzeugung eingestanden. Mit ihrem Mut, ihrem Durchhaltevermögen ist sie zum Vorbild für viele geworden. Bis heute.

Dankgebet

Du Gott des Lebens, du bist Mensch geworden.

Du erhellst uns und unser Leben.

Durch dich und deine göttliche Liebe können wir Licht in diese Welt bringen. Wir danken dir für alle Menschen, die uns dafür eine Inspirationsquelle sein können. Amen

VorsteherIn

Gemeinsam mit Feiergemeinde

Kerze in Laterne entzünden und zur nächsten Station mittragen; in Stille zu zweiter Station

„Licht der Barbara nehmen wir mit“

  1. Station

Heiliger Nikolaus

Der Heilige Nikolaus hatte immer ein wachsames Auge für die Not der Menschen. Er setzte sich besonders für Arme, Kranke und im Allgemeinen für die Schwachen der Bevölkerung ein. Es gibt viele überlieferte Legenden über die Taten des Heiligen Nikolaus. Eine erzählt z.B. wie er Goldklumpen durch die Fenster von 3 Schwestern warf und sie somit vor der Prostitution bewahrte. Zu dieser Zeit hatte Nikolaus selbst noch kein Vermögen. Eine weitere Legende erzählt davon, wie er die Hungersnot in der Stadt Myra stillte. Nun war der Heilige Nikolaus bereits Bischof und er hörte, dass im Hafen ein Schiff vollbeladen mit Korn ist. Er bat die Seeleute um einen Teil ihrer Ladung. Diese lehnten vorerst ab, da sie um ihre Entlohnung fürchteten, aber Nikolaus versicherte ihnen, dass durch ihre Großzügigkeit kein Schaden für sie entstehen würde. Und so war es laut dieser Legende dann auch. Die Seeleute luden in ihrem Zielhafen genau das Gewicht an Korn ab, welches sie vor der Gabe an den Bischof in Myra gewogen hatten. Die Stadt Myra konnte mit der Spende der Seeleute 2 Jahre überleben.

Alleine diese zwei Legenden zeigen, dass der Heilige Nikolaus eine Lichtgestalt war, weil er sich für die Notleidenden einsetzte und das, obwohl ihm oft die eigenen Mittel dazu fehlten.

Aktion

Alle dürfen sich aus einem Jutesack in der Mitte ein Ferrero Rocher herausnehmen.

Lied

Lasst uns froh und munter sein (während Aktion)

Dankgebet

Du Gott des Lebens, du bist Mensch geworden.

Du erhellst uns und unser Leben.

Durch dich und deine göttliche Liebe können wir Licht in diese Welt bringen. Wir danken dir für alle Menschen, die uns dafür eine Inspirationsquelle sein können. Amen

VorsteherIn

Gemeinsam mit Feiergemeinde

Kerze in Laterne entzünden und zur nächsten Station mittragen

„Licht des Nikolaus nehmen wir mit“

  1. Station

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heiliger Josef

• Hinführung

Eine Lichtspur macht nur dort Sinn, wo es dunkel ist. Wäre alles strahlend hell erleuchtet – keine würde die Lichtspur sehen können.

 

• Vorlesen

Person I

Ein Wagnis eingehen,

nicht wirklich wissen was da noch so auf mich zukommt,

drohen den Halt zu verlieren.

 

Vielleicht waren es diese Gefühle die Josef durch den Kopf gingen, denn…

 

Person II

Maria, die Mutter Jesu war mit Josef verlobt. Aber noch vor ihrer Hochzeit wurde sie, die noch Jungfrau war, schwanger durch den Heiligen Geist.

Josef, ihr Verlobter, war ein aufrechter Mann. Um sie nicht der öffentlichen Schande preiszugeben, beschloss er, die Verlobung in aller Stille zu lösen.

 

Ich singe für die Mutigen – Strophe I & II ................Lied

 

• Kurze Stille

• Vorlesen

Person I

Dem Geist Gottes die Führung im eigenen Leben anzuvertrauen,

sich von dem, was rundherum passiert nicht täuschen zu lassen,

 

Eine ziemlich schwierige Entscheidung die Josef zu treffen hat, denn…

 

Person II

Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm im Traum ein Engel des Herrn. »Josef, Sohn Davids«, sagte der Engel, »zögere nicht, Maria zu heiraten. Denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn zur Welt bringen. Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von allen Sünden befreien.«

 

Ich singe für die Mutigen – Strophe V ..............(Lied)

 

• Kurze Stille

• Vorlesen

Person I

Ein Ziel vor Augen zu haben, wenn es auch noch so groß ist,

sich aufwagen, neues auszuprobieren,

 

Keine Angst vor dem zu habe was, was gar nicht zu gehen scheint, denn

 

Person II

All das geschah, damit sich erfüllt, was Gott durch seinen Propheten angekündigt hat: „Seht! Die Jungfrau wird ein Kind erwarten! Sie wird einem Sohn das Leben schenken, und er wird Immanuel genannt werden. Das heißt, Gott ist mit uns.“

 

Ich singe für die Mutigen – Strophe IV .............. (Lied)

 

• Abschluss

Der hl. Josef zieht mit seinem Mut eine Lichtspur. Er übernimmt Verantwortung, nicht nur für sich, sondern für eine ganze Familie und das trotz Startschwierigkeiten.

Für Andere einzustehen ist immer eine Herausforderung und manchmal wünschen auch wir uns jemanden der uns vorschlägt wie es jetzt weitergehen soll.

Dankgebet

Du Gott des Lebens, du bist Mensch geworden.

Du erhellst uns und unser Leben.

Durch dich und deine göttliche Liebe können wir Licht in diese Welt bringen. Wir danken dir für alle Menschen, die uns dafür eine Inspirationsquelle sein können. Amen

VorsteherIn

Gemeinsam mit Feiergemeinde

Kerze in Laterne entzünden und zur nächsten Station mittragen

„Licht des Josef nehmen wir mit“

  1. Station

Heilige Maria

Wir alle kennen die Erzählung aus der Bibel, wie der Erzengel Gabriel zu Maria kam, um sie von ihrer Berufung zu unterrichten. Da sagt Maria: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ Maria wird auch immer als eine sehr fromme, gottesfürchtige Frau dargestellt, die sich ohne Zweifel dem Willen Gottes gefügt hat. Eine absolut vorbildhafte Berufungsgeschichte.

Unserer Berufung auf den Grund zu kommen, zuzuhören, sie immer wieder zu ergründen, kann uns schwerfallen. Dann noch an Maria zu denken und die Selbstverständlichkeit, mit der sie allem Anschein nach ihrer Berufung folge, zu einem unwirklichen Vorbild, wenn wir uns Fragen stellen wie:

• Wozu hat Gott mich in die Welt gesandt?

• Was hat das mit einem Leben in Fülle zu tun?

• Bei welchen Herausforderungen brauche ich Gottvertrauen?

• Wozu hat Gott mich in die Welt gesandt?

So leicht hatte es Maria in ihrem Leben nicht, und vermutlich hat auch sie oft mit ihrem Schicksal gerungen. Im Lukasevangelium erfahren wir, dass sie sich unmittelbar nach ihrer Begegnung mit Gabriel zu Elisabeth, ihrer Verwandten aufmacht, bei der sie in dieser herausfordernden Situation wohl auch Verständnis suchte.

Maria ist eine Lichtgestalt, weil sie trotz aller Schwierigkeiten ihrem Ruf gefolgt ist und uns ermutigt, herausfordernde Situationen anzunehmen, in der Gewissheit, dass wir unserem Gott voll vertrauen dürfen.

Aufstellen der Laternen rund um Osterkerze

Licht der Maria in Laterne entzünden und alle Laternen um/zu Osterkerze stellen

Überleitung

Wir haben nun einige Lichtgestalten aus vergangenen Zeiten kennengelernt. Sie sind zeitlich sehr weit weg von uns und trotzdem verbindet uns etwas mit ihnen. Der Glaube an Gott, an Jesus Christus und das damit verbundene verkündete Reich Gottes – die Friedensbotschaft verbindet uns mit ihnen. Ihr Licht strahlt auch für uns.

Auch wir dürfen Lichtgestalten sein, auch wir können aufgerufen durch unseren Glauben an einen liebenden Gott, Licht für die Welt und für die Menschen sein.

An der Osterkerze entzünden alle TN eine orthodoxe Kerze

VorsteherIn

Lied

Advent is a Leichtn

Segen

Segen sei mit dir,

der Segen strahlenden Lichtes,

Licht um dich her

und innen in deinem Herzen,

Sonnenschein leuchte dir

und erwärme dein Herz,

bis es zu glühen beginnt

wie ein großes Torffeuer,

und der Fremde tritt näher,

um sich daran zu wärmen.

Aus deinen Augen strahle

gesegnetes Licht,

wie zwei Kerzen

in den Fenstern eines Hauses,

die den Wanderer locken,

Schutz zu suchen dort drinnen

vor der stürmischen Nacht.

Wen du auch triffst,

wenn du über die Straße gehst,

ein freundlicher Blick von dir

möge ihn treffen.

Du bist gesegnet, durch unseren liebenden Gott, der wie Vater und Mutter ist, Sohn und Heiliger Geist. Amen

VorsteherIn


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