Thursday 3. December 2020

Methode ''Maklerspiel''

Infobox

Keywords:

Methode Planspiel Entscheidungsprozess

Gruppendynamik Gruppendynamisches

Zusammenarbeit Teamarbeit Wohnung

Auswahl

TN-Zahl:

beliebig, sofern Zuschauerrollen

akzeptiert werden

Dauer:

Zeit: 30-45 Min. Spiel,

ebenso lange Auswertung

Materialien: Schreibzeug, Papier
Ort: beliebig
ErstellerIn: Andrea Schedlberger
eingereicht von/am:  kj oö / Herbst 2008

 

Kategorie  Inhalte/Stichworte Sozialform Material
Planspiel

1. Ziel

Einen Entscheidungsprozess in der Gruppe simulieren und analysieren. Durchsetzen und Nachgeben erfahren und untersuchen. Identifikation mit Rollen erproben.

 

2. Durchführung

Die Gruppe wird aufgeteilt in 6-8 Spieler und ebenso viele Beobachter. Folgende Simulation wird gespielt: Eine sehr billige Fünfzimmerwohnung, frisch renovieren und zentral gelegen in einem modernisierten Altbau, soll an eine interessierte Person vergeben werden. EinE MaklerIn trifft die Entscheidung. Diese Rolle wird zuerst vergeben. (Es kann auch ein Maklergremium gebildet werden, das nach den vorgebrachten Argumenten entscheiden muss.) Auch die Rollen der BewerberInnen werden verteilt:

  • Vater oder Mutter einer kinderreichen Familie. Mittleres Einkommen. Alte Wohnung viel zu klein.
  • Eine Ehehälfte eines älteren, kinderlosen Paares, das gerne Partys gibt und eine große Wohnung sucht. Gut situiert, höheres Einkommen.
  • VertreterIn einer Wohngemeinschaft von Studierenden.
  • VertreterIn des gemeinnützigen Vereins "Jugendhilfe", der ein Beratungszentrum eröffnen will.
  • Vater oder Mutter einer Familie mit 2 Kindern, deren alte Wohnung gekündigt worden ist. Niedriges Einkommen.
  • VertreterIn einer christlichen Bewegung, die private Versammlungsräume für ihre Veranstaltungen sucht.
  • JungeR RechtsanwältIn, die/der eine Kanzlei eröffnen will und hier eine einmalige Chance sieht.
  • Weitere Rollen können erfunden werden!

Die verschiedenen BewerberInnen sind gemeinsam vorgeladen und sollen nun ihre Argumente vorbringen. Sie können sich also auch miteinander unterhalten. Die/der MaklerIn will sich "demokratisch" geben und die BewerberInnen sich möglichst selbst einigen lassen. Allerdings trifft sie/er die letzte Entscheidung.

Nach der Entscheidung ist es wichtig, dass sich alle MitspielerInnen entrollen (Platz wechseln, sich bewegen, ausschütteln... - bewusst aus der Rolle aussteigen).

Danach erfolgt eine Reflexion.

 

3. Reflexionsfragen

  • Wer ergreift die Initiative?
  • Wer verteidigt sich nur, wer greift andere an?
  • Wer hält zu wem?
  • Wird Körpersprache eingesetzt?
  • Inwieweit versetzen sich die Jugendlichen in die ihnen zugeteilten Rollen?
  • Gibt es Versuche, die Entscheidung zu umgehen, werden Kompromisse gefunden?
  • Ist die Entscheidung¸ überzeugend für alle oder aus Zeit- und Machtgründen einseitig?
  • Wie/nach welchen Kriterien wird die Entscheidung getroffen? Wie wird sie begr¸ndet?
Gruppe

Schreibzeug,

Papier

 

 

26.09.2012

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