Sunday 20. September 2020

''Feuermeditation''

Infobox

Keywords:

Feuer Flamme Licht Wärme

Stille Meditation Symbol Wegweiser

Materialien:

feuerfestes Gefäß, Spiritus,

evtl. feuerfester Untergrund (Sand)

Ort: Indoor oder Outdoor bei Nacht
eingereicht von/am:  Anita Buchberger

 

Ablauf Inhalte/Stichworte
Vorbereitung  
  Teilnehmer beobachten Feuer
  Das Feuer ist ein Symbol für das, was wir Menschen zum Leben brauchen.
  Das Feuer ist ein Symbol für mich
  Feuer ist ein Symbol für Gott.
Abschluss kurzes (gemeinsames) Gebet

 

 

Vorbereitung:

 

In ein feuerfestes Gefäß wird ein wenig Spiritus gegossen. Der Untergrund (z.B. Sand in einem größeren Gefäß) muss ebenfalls hitzebeständig sein und isolierend zum Fußboden hin wirken. Der Raum wird abgedunkelt. Der Spiritus wird entzündet.

 

Die Teilnehmer/innen werden eingeladen, in Ruhe das Feuer zu beobachten und auf das Flackern zu hören. Nach der Stille trägt eine/r folgende oder ihre/seine eigenen Gedanken vor:

 

Das Feuer übt auf uns eine riesige Faszination aus. Es zieht uns in seinen Bann. Es ist schön anzuschauen.

 

 

1) Das Feuer ist ein Symbol für das, was wir Menschen zum Leben brauchen.

 

Das Feuer gibt Licht ab. Es zeigt auch in der Dunkelheit den Weg.

Das Feuer wärmt. Frierende Menschen zünden im Freien ein Feuer an. Das Feuer bringt Eis zum Schmelzen. Es taut dort, wo vorher ein eisiges Klima herrschte.

Das Feuer reinigt und klärt. Im Feuer wird aus Erz reines Eisen gewonnen. Manchmal wissen wir nicht, wie wir dran sind. Eine Situation oder ein Mensch erscheint uns wie ein Stück Erz. Wir kennen uns nicht aus und wissen nicht, was Stein und was Eisen ist. Da tut uns ein klärendes Gespräch gut.

Das Feuer schafft Atmosphäre und schenkt Geborgenheit.

Das Feuer stiftet Gemeinschaft. Früher haben sich Menschen um das Feuer gesetzt und lange Geschichten erzählt.

 

 

2) Das Feuer ist ein Symbol für mich:

 

Ich sehe die einzelnen Flammen. Sie züngeln nach oben. Keine gleicht der anderen. Jede ist unverwechselbar. Jede kommt nur einmal. Ich bin einzigartig. Es gibt mich nur einmal.

Das Feuer ist umgrenzt. Dem Feuer sind Grenzen gesetzt. Wenn diese Grenzen fallen, wird das Feuer gewalttätig. Ich muss meine eignenen Grenzen kennen. Sosnt kann auch ich für andere eine Bedrohung werden.

Das Feuer schenkt Licht und Wärme. Ich möchte für andere ein Mensch sein, der Freude in ihr Leben bringt.

 

 

3) Feuer ist ein Symbol für Gott.

 

Als Mose auf dem Gottesberg Horeb war, hatte er eine Erscheinung. Er sah einen brennenden Dornbusch, der brannte, aber nicht verbrannte. Gott war in diesem Feuer. Gott sagte seinen Namen: „Ich bin der ICH-BIN-DA.“ (Ex 3,14)

Als die Israeliten aus Ägypten flohen, zeigte ihnen eine leuchtende Feuersäule während der Nacht den Weg (Ex 14,20.24). Gott war in der Feuersäule.

Gott ist nicht greifbar. Er ist unbegreiflich.

Gott können wir nicht sehen. Das Feuer können wir zwar sehen, aber es kann nicht festgehalten werden. Auch Gott können wir nicht festhalten. Doch Gott ist nahe. Er schenkt Wärme und Licht. Von ihm kommt das Leben.

Feuer – da steckt so viel drin: das Leben, der Mensch, Gott. Und ich bin der Mensch, der lebt vor Gott.

 

 

Abschluss: kurzes (gemeinsames) Gebet

 

 

19.07.2016

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