Thursday 22. October 2020

Gruppenstunde ''Firmung in echt:zeit''

Infobox

Keywords:

Gruppenstunde Firmung echte

Zeit Identität ich du Wecker

spät Scrabble Männchen

TN-Zahl:

beliebig

Dauer:

ca. 60 Min.

Materialien:

Sessel, Plakate, Stifte,

Wortkärtchen, Notizzettel,

Kopiervorlage

Ort:

Gruppenraum

Ersteller/In:

Elisabeth Seidlmann

eingereicht von/am: 

Elisabeth Seidlmann / 2008

 

Zeit

Methode

Inhalte/Stichworte

Sozialform

Material

 

Ziel

TN beschäftigen sich mit ihrer Identität und schauen darauf, wann sie Momente

erleben, wo sie echt sind. Wie sich das anfühlt, wie sie da aussehen, welche

Momente ihres Lebens das genau sind.

 

 

10 Min.

Eintieg

 

Ich bin die Zeit und

wer bist du?

Du stellst 3 Sessel nebeneinander. Die TN stellen sich gegenüber den Sesseln auf. Du

als SpielleiterIn beginnst und setzt dich auf den mittleren Sessel. Du sagst: „Ich bin

die Zeit und wer bist du?“.

Die Aufgabe der TN ist es, so schnell wie möglich 2 Assoziationen zu dieser Frage zu

finden z.b. „Wecker „und „zu spät gekommen“. Wer eine Idee hat setzt sich auf einen

der beiden leeren Sessel und nennt das Wort. Sobald je ein TN auf den beiden

Sesseln sitzt und eine Assoziation genannt hat, entscheidet sich die Person in der

Mitte für die, die ihr am besten gefällt. Die nichtgewählte Person und die Person aus

der Mitte verlassen die Plätze, die/der Erwählte setzt sich in die Mitte und sagt nun

den Satz mit dem eigenen Wort, z.B. „Ich bin der Wecker und wer bist du?“ So

entsteht eine lange Kette von Wörtern. Wichtig ist, dass es ganz schnell geht und

nicht lange überlegt wird. (Je nach Thema kann man dieses Spiel natürlich auch mit

Plenum Sessel
5 Min. Scrabble

Du bereitest ein großes Plakat vor und schreibst in die Mitte das Wort „Echtzeit“. Die

TN überlegen sich Begriffe, die dazu passen und schreiben diese dazu und zwar in

der Weise wie beim Spiel Scrabble: das neue Wort muss immer an mindestens einer

Stelle ein bereits vorhandenes Wort kreuzen.

Plenum Plakat, Stifte
   

                                                      E

                                            S        C       H       U     L     E

                                                      H                         A

                                                      T                         C

                                                      Z                         H

                                          F    R   E    U    N    D     E

                                                       I                         N

                                                      T 

   
5 Min.

Text

Ich bin einmalig

 

von

Burghard Krause

Ich kann nicht dichten wie Goethe

Ich kann nicht komponieren wie Mozart

Ich kann nicht logisch denken wie Einstein

Ich bin nicht so beliebt wie Gottschalk

Ich kann nicht malen wie Picasso

Ich bin nicht so stark wie Mutter Teresa

Ich kann nicht so regieren wie Clinton.

Aber ich kann lachen wie ich lache

Ich kann laufen wie ich laufe

Ich kann denken wie ich denke

Ich kann weinen wie ich weine

Ich kann schreiben wie ich schreibe

Ich kann malen wie ich male

Ich kann helfen wie ich helfe

Ich bin nicht großartig

Ich bin nicht berühmt

Ich rage nicht heraus.

Aber mich gibt es nur einmal

Ich bin einmalig

Gott hat mich wunderbar gemacht.

   
5 Min. Gruppenteilung

Du liest den TN diesen Text vor und anschließend bilden sie zweier Gruppen – wenn

möglich sollen TN zusammen gehen, die sich nicht so gut kennen.

   
  Familie Meier

Wenn das nicht so einfach geht, kann man das Einteilen auch mit einem Spiel

machen z.B. Gruppenteilungsspiel ''Familie Meier''

Du bereitest kleine Kärtchen vor auf die du verschiedene Familiennamen, die alle

sehr ähnlich klingen, aber anders geschrieben werden, darauf schreibst. Es gibt von

jedem Namen ein zweites Kärtchen. Die Kärtchen werden von den TN gezogen und

sie müssen sich mit zusammen finden, in dem sie die Namen alle laut vor sich

hinsagen.

 

Kärtchen mit

Namen

10 Min. Interview

Je zwei TN setzten sich zusammen. Sie stellen sich gegenseitig vor und fragen nach,

wenn sie etwas interessiert. Das soll eine Vorbereitung für die nachfolgende Methode

sein.

  Notizzettel
10 Min. Steckbrief

Nachdem die TN das Interview im Zweiergespräch geführt haben, macht jedeR für

sich einen Steckbrief. Dafür steht (auf der Kopiervorlage) ein Männchen zur

Verfügung, das beschriftet wird. Die TN schreiben darauf, wann sie Momente am Tag

erleben, wo sie „echt“ sind, wo sie sich nicht verstellen müssen, sondern so sein

können wie sie sein wollen. Diesen Steckbrief können die TN bunt gestalten.

  Kopiervorlag für alle TN
10 Min. Fotogalerie

Anschließend wird eine Fotogalerie mit diesen Steckbriefen erstellt, damit auch die

anderen erfahren, wer sich wann echt fühlt.

   
5 Min.

Geschichte zum

Abschluss

 

von

Gianni Rodari 

Der junge Krebs

Ein junger Krebs dachte: „Warum gehen alle Krebse immer rückwärts? Ich will

vorwärts gehen lernen, und mein Krebsschwanz soll mir abfallen, wenn ich es fertig

bringe.“ Heimlich begann der Krebs zu üben. Überall stieß er sich und quetschte sich

seinen Krebspanzer, unaufhörlich verfing sich ein Bein im anderen. Aber, von Mal zu

Mal ging es ein bisschen besser, denn: Alles kann man lernen, wenn man will. Als er

seiner Sache sicher war, stellte er sich vor seine Familie und sagte: „Jetzt schaut mir

einmal zu!“ Er machte einen ganz prächtigen kleinen Lauf vorwärts. „Sohn“, brach da

seine Mutter in Tränen aus, „bist du denn ganz verdreht? Komm doch zu dir – gehe

so, wie es dich dein Vater und deine Mutter gelehrt haben. Gehe wie deine Brüder,

die dich alle lieben.“ Seine Brüder jedoch lachten ihn nur aus. Der Vater schaute ihn

eine Weile streng an und sagte dann: „Schluss damit. Wenn du bei uns bleiben willst,

gehe wie alle Krebse. Rückwärts! Wenn du aber nach deinem eigenen Kopf leben

willst, geh fort und komm nie mehr zu uns zurück!“ Der brave Krebs hatte die Seinen

zwar zärtlich lieb, war aber so sicher, er handle richtig, dass ihm nicht die mindesten

Zweifel kamen. Er umarmte seine Mutter, sagte Lebewohl zu seinem Vater und zu

seinen Brüdern und machte sich auf in die Welt. Ob er weit kommt? Ob er sein Glück

macht? Ob er sich echt fühlt? Ob er alle schiefen Dinge dieser Welt gerade richtet?

Wir wissen es nicht, weil er noch mit dem gleichen Mut und der gleichen

Entschlossenheit dahin marschiert wie am ersten Tag.

   

 

Kopiervorlagen:
Gruppenstunde_echtzeit_Firmstunde_Anhang.pdf

 

 

17.06.2016

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