Saturday 16. January 2021

A Freistund z’ Weihnachten

Beitrag vom 16. Dezember 2020

Seit 2019 hat die traditionelle Jugendvesper im Stift Kremsmünster einen neuen Namen: „Freistund“. Dieser zeigt, was in der Vesper schon immer Programm war. Die Freistund ist die Möglichkeit, den Stress und die Sorgen des Alltags, im gemeinsam Gebet und mit viel Musik und Kerzenlicht, für eine Stunde zu vergessen. Eine Stunde lang den Kopf frei zu bekommen von allem, was noch zu erledigen ist und von To do-Liste zu To do-Liste wandert.

So auch in der Freistund z’ Weihnachten. Da gehört aber nach dem gemeinsamen Gebet in der Kapelle auch immer ein Basteln der letzten Weihnachtsgeschenke dazu – dann braucht während der Feier auch keiner zu überlegen, worüber sich Tante Berta und Onkel Gustav wohl freuen würden.

 

Hier soll nun beides Platz finden: die Möglichkeit, abzuschalten und danach Anleitungen für kleine Dinge, mit denen man anderen eine Freude machen kann.

 

Text und Bilder von Ida Brandstätter, kj oö Regionskoordinatorin in der Region Kremstal

 

Hast du etwas Zeit?

Wir laden dich ein, dir etwas Zeit zu nehmen. Nicht für die letzten Besorgungen, nicht für die Wünsche deiner Familie, deiner Kinder. Nicht für die wichtigen Erledigungen für deine Arbeit. Sondern einfach nur für dich.

 

Such dir einen ruhigen Platz, an dem du ungestört sein kannst. Zünde eine Kerze an. Und nimm dir fünf Minuten, in denen du einfach nur die Flamme betrachtest. Lass deine Gedanken fließen wie sie daherkommen, aber lass dich nicht von ihnen davontragen.

Fünf Minuten können ganz unterschiedlich wahrgenommen werden.


Mal kommen sie uns ewig vor, wenn wir auf etwas Wichtiges warten. Dann wieder erscheinen sie viel zu kurz, wenn wir unseren Wecker auf Snooze gestellt haben.


Wenn wir sie bewusst wahrnehmen, können fünf Minuten aber schon reichen, um uns selbst etwas Gutes zu tun. Fünf Minuten lang die Augen schließen, fünf Minuten lang die Stille genießen – das genügt oft schon, um uns einen Moment der Ruhe zu schenken.

 

 

Belastend wird Zeit dann, wenn wir unter Zeitdruck stehen. Wenn wir nicht schnell genug sein können. Wenn die Last der Erwartungen unerfüllbar scheint und zu einem zu kleinen Zeitfenster noch unser eigener Perfektionismus dazukommt. Wenn alles immer besser und schöner sein muss als zuvor – schließlich soll unser Umfeld beeindruckt sein.

Das Gott mit Erwartungen ganz anders umgeht als wir Menschen, zeigt aber die folgende Bibelstelle.

1 Könige 19, 9-13

Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch das Wort des Herrn erging an ihn: Was willst du hier, Elija?

Er sagte: Mit leidenschaftlichem Eifer bin ich für den Herrn, den Gott der Heere, eingetreten, weil die Israeliten deinen Bund verlassen, deine Altäre zerstört und deine Propheten mit dem Schwert getötet haben. Ich allein bin übrig geblieben und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.

Der Herr antwortete: Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben.

Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln.

Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.

Elija braucht Gottes Hilfe. Er ist in großer Not und weiß nicht, wie er weitermachen soll. Gott kommt zu ihm. Gott, der die Erde erschaffen hat. Gott, der so viel größer ist, als wir ihn uns vorstellen können. Wie wird er sich zeigen? Wie wird Elija merken, dass Gott da ist?


Gott könnte gewaltig erscheinen. Mit Feuersäulen, Sturm, Donner, Blitz, Posaunen, …
Aber Gott macht nicht das, was wir von ihm erwarten. Er kommt ganz klein, im Säuseln, kaum zu hören. Nur wer die Ohren spitzt und sich darauf konzentriert nimmt es wahr.

 


Wie muss das perfekte Weihnachtsfest aussehen?
Bestimmt braucht es dafür die hellsten Lichterketten, die perfekten Geschenke, den größten Christbaum, die besten Weihnachtskekse und den wärmsten Punsch, oder?

Auch Weihnachten zeigt uns wie Gott mit den Erwartungen der Menschen umgeht. Sie erwarten einen Retter vom Himmel, der mit Schwert auftrifft und das Volk befreit von aller Ungerechtigkeit. Aber was verkünden die Engel den Hirten auf dem Feld?

Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. (Lukas 2, 11f).

Das klingt so gar nicht nach dem erhofften Retter. Wie soll ein kleines Kind alles zum Guten wenden? Wie soll es sich durchsetzen gegen die Ungerechtigkeit der Herrscher?

 

 

Gott hat seine ganz eigene Art, die Dinge anzugehen. Oft ganz anders, als wir uns das vorgestellt haben. Aber muss es denn immer so sein, wie wir es uns erhoffen?
Die Bibel zeigt uns, dass aus den kleinen, leisen Dingen, etwas Großes werden kann.

Ich wünsche uns, dass wir uns davon etwas für uns selbst mitnehmen können.
Wir müssen nicht immer die Erwartungen erfüllen, die an uns gestellt werden. Es muss nicht alles so sein, wie es immer schon war oder noch besser. Manchmal kann ein „ganz anders“ ein „sehr gut“ bedeuten.

 

Last-minute-Geschenke

Im Dschungel der Möglichkeiten kann es oft schwer werden, geeignete Geschenke zu finden. Dabei braucht es oft nicht viel, um Freude zu schenken. In dieser Sammlung von Geschenkideen haben wir vor allem versucht, Dinge zu nehmen, die man vielleicht schon zuhause hat oder Anleitungen zu finden, die nicht viel Material brauchen.

 

Weihnachtskarten

Für Weihnachtskarten braucht es oft viel weniger als man denken würde. Man nimmt einfach einen weißen, naturfarbenen oder bunten Karton, schneidet ihn in die richtige Größe und wird dann kreativ.

 

Mit Wasserfarben

Grundmaterial: Farbkasten, Karten, schwarzer Fineliner oder Goldstift, 1 Wasserbecher, 1 Pinsel mit dünner Spitze, Küchenrolle.

Die einfachste Form der Weihnachtskarten mit Wasserfarben ist, den eigenen Finger als Malwerkzeug zu verwenden. So können Tiere oder auch Girlanden entstehen.

 

 

Für anspruchsvollere Karten ist es wichtig zu wissen, wie die Farben für die Karten gemischt werden.

 

 

Damit Wasserfarben (egal ob billig oder teuer) ihr volles Potential entfalten können, müssen die Farben erst einmal „aktiviert“ werden. Dazu die Farbe im Topf besprühen oder anders nass machen. Nach ein paar Minuten können die Farben verwendet werden.
Weihnachtliche Karten haben meistens ruhigere Farben. Darum empfiehlt es sich, die Farben nicht direkt aus dem Topf zu nehmen, sondern eigene Farben zu mischen. Hier ein paar Mischvorschläge:

 

 

Wenn etwas weiß bleiben soll (Schnee, Misteln, …) dann muss man sich entscheiden, in welche Farbfamilie das weiß gehen soll (z. B. rosa, blau, grau). Dann nimmt man die Grundfarbe (oder mischt eine Farbe) und verdünnt diese mit sehr viel Wasser. Dabei kann es sein, dass man die Farbe beim Malen selbst nicht mehr richtig erkennt. Nach dem Trocknen entsteht dann ein ganz leichter Farbeffekt.

 

 

Ausgangspunkt für die Weihnachtskarten sind meistens einfache Formen (hier am Beispiel der Mistelzweige).

 

 

Mit einem spitzen Pinsel und verschiedenen Farbschattierungen oder mit einem schwarzen Fineliner kommen die Elemente dann erst richtig zusammen. Bei Naturbildern (Kranz etc.) ist es dabei ganz egal, ob das Endergebnis symmetrisch ist etc. In der Natur wachsen auch nicht alle Äste gerade.

 

Mit Knöpfen

Grundmaterial: verschiedene Knöpfe, Karten, schwarzer Fineliner oder Goldstift, Klebstoff

Knopfkarten sind sehr schnell gemacht und können dabei richtig nett aussehen. Auch hier können Details mit einem Stift die Karten viel hochwertiger machen.

 

 

Mit buntem Klebeband

Grundmaterial: buntes Klebeband (am besten aus Papier oder Stoff), schwarzer Fineliner oder Goldstift

 

 

Mit Scherenschnitten

Grundmaterial: Schere, Bleistift, Karton, buntes Papier oder Stoff, Karten, Klebstoff, schwarzer Fineliner oder Goldstift, evt. bunte Farben oder Klebeband

 

Diese Karten sind etwas aufwändiger, sehen dafür aber schnell beeindruckend aus. Einfach ein Motiv auswählen (hier gibt es auch viele Gratisvorlagen im Internet), aufzeichnen und ausschneiden. Dann einen Hintergrund wählen (Transparentpapier, Stoff, buntes Papier, Verlauf mit Wasserfarben etc.) und in die Karte kleben, sodass die Farben von außen sichtbar sind.

 


Auch die ausgeschnittenen Teile können noch weiterverwendet werden, in dem sie angemalt oder beklebt und dann auf eine andere Karte geklebt werden.

 

 

Windlichter

Tomatensoße, Joghurt, Apfelmus, …Vieles davon kaufen wir in schönen Gläsern ein. Aber was machen wir dann mit dem leeren Glas? Mit wenigen Kniffen werden daraus schöne Weihnachtsgeschenke.

 

Mit Scherenschnitten

Grundmaterial: leere Gläser, Papier (schwarz oder bunt), Bleistift, Schere oder Skalpell, Klebstoff

Der Schwierigkeitsgrad für diese Gläser hängt ganz vom gewählten Motiv ab. Dieses kann selbstgezeichnet sein, alternativ gibt es aber viele Gratisvorlagen im Internet (im Beispiel https://www.shabbyartboutique.com/wp-content/uploads/2013/12/Christmas-Township-Candle-Jar-Template-by-Shabby-Art-Boutique.pdf)

 

 

Auch hier kann der Scherenschnitt auch anders herum verwendet werden. Hierfür wird die ausgeschnittene Form an das Glas gehalten (oder mit leicht löslichem Kleber temporär festgeklebt). Dann wird zuerst über den Rand der Form hinaus auf das Glas gemalt. Wenn der Bereich um die Form farbig ist, kann die Form entfernt werden und der Rest des Glases wird angemalt. Für die Form selbst können zum Beispiel Keksausstecher als Schablonen genommen werden.

 

 

Weihnachtsluft im Glas

Grundmaterial: weihnachtliche Gewürze (Zimtstangen, Sternanis, Kardamon, Nelken, …), kleine Tannen- oder Fichtenzweige, getrocknete Orangenscheiben, getrocknete Orangenschale, Kaffeebohnen, Kakaopulver, Lavendel, gedörrte Apfelscheiben, Schnur, leere Gläser

 

Viele Erinnerungen an Weihnachten verknüpfen wir mit den für uns typischen Weihnachtsdüften. Mit diesem Geschenk schenkt man quasi Weihnachtsfreude im Glas. Dabei kann man selbst entscheiden, was in das Glas kommt – je nachdem welche Gerüche für einen typisch weihnachtlich sind.

Wichtig: Je trockener der Inhalt, desto länger hält das Glas.

 

 

Weihnachtsdekoration

 

Erdnusskrippe

Grundmaterial: Erdnüsse (in der Schale), ein spitzes Messer (nicht scharf), ein Untergrund (Holzplatte, Karton, …), Klebstoff oder Knetmasse

 

Diese Krippe ist ganz schnell gemacht und man braucht auch nicht viel dafür. Am wichtigsten sind die Erdnüsse. Die Gesichter werden hier nicht hineingeschnitten. Man muss einfach nur mit der Messerspitze einmal in die Erdnuss stechen und kann dann den Rand wegbrechen – bis eine Öffnung für das Gesicht entstanden ist.

 

Die Krippe kann ganz einfach variiert werden – mit mehr Figuren, Accessoires wie Kronen oder Hirtenstäben aus Papier oder Karton, einer Kerze, …

 

Wenn statt Klebstoff Knetmasse zum Fixieren der Figuren verwendet wird, können diese noch verschoben werden und man kann auch die Erdnüsse noch essen.

 

 

Christbaumschmuck

Grundmaterial: Salz, Mehl, Rührschüssel, Strohhalm oder Spieß, Nudelholz, Keksausstecher oder Silikonformen, Schnur, Farben, Pinsel, Geduld

 

Der Teig für diese Anhänger besteht aus Mehl (2 Teile, z.B. 2 Becher), Salz (1 Teil) und Wasser (1 Teil). Sobald der Teig verknetet ist, kann er wie Keksteig verarbeitet werden. Sollen die Formen aufgehängt werden können, sollte man nicht vergessen mit einem Strohhalm (gerne aus Metall oder Glas) oder einem Spieß ein Loch hineinzumachen.

 

Die Schwierigkeit bei diesen Anhängern ist die Trocknung. Auf der Heizung brauchen sie ein paar Tage, um ganz durchgetrocknet zu sein, im Ofen dauert das Ganze insgesamt 3 Stunden (30 Minuten bei 60°, 30 Minuten bei 100° und 2 Stunden bei 120°). Nach Möglichkeit empfiehlt sich die natürliche Trocknung, auch weil die Formen im Ofen Blasen bilden können. Dafür muss man für diese Variante aber schon früh genug mit den Anhängern beginnen.

 

Nach dem Aushärten können die Anhänger noch bemalt werden. Hier eignen sich besonders gut Wasser- oder Acrylfarben. Die Formen sollten dabei ganz ausgekühlt sein.

 

kj shop
Love Box

Love Box!

Die Love Box ist ein Lese-Rollenspiel für Jugendliche ab 14 Jahren.

15.00 EUR
Katholische Jugend OÖ
Kapuzinerstraße 84
4020 Linz
Telefon: +43 732 7610 - 3311
Telefax:+43 732 7610 - 3779
kj@dioezese-linz.at
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
http://ooe.kjweb.at/
Darstellung: