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Allianz für freien Sonntag

Dafür muss Zeit sein - Allianz für den freien Sonntag

Sonntag ist SONNtag.
Dieser Tag bedeutet Zeit für Dich, für FreundInnen, Familie, Gott.

Sonntag
= ganztägig skaten / snowboarden
= Kaffeehaus
= Verwandtschaftstreffen
= Fußballplatz
= Freibad/Badesee
= Frühschoppen

Seit 1895 ist der Sonntag gesetzlich festgelegter Ruhetag. Ausgenommen sind Arbeiten, die zum Gelingen unserer Gesellschaft notwendig sind wie z.B.: Grundversorgungsdienste oder Dienste zur Pflege der sozialen und religiösen Bedürfnisse.
Gewinninteressen v.a. großer Konzerne stehen dem entgegen. Gefordert werden Deregulierung der Arbeitszeit und die Ausdehnung der Wochenendarbeit in allen Ländern Europas. Menschen sollen mit ihrer Erwerbsarbeit rund um die Uhr verfügbar sein, jederzeit einsetzbar im Handel und Tourismus, in industriellen Produktionsprozessen und in den verschiedensten Dienstleistungen.

Der arbeitsfreie Sonntag ist jedoch Zeichen, dass der Mensch mehr ist als Arbeitskraft und KonsumentIn. Der Sonntag ist ein Tag vielfältigen Engagements außerhalb von Erwerbsarbeit und Konsumzeit. Wenn Konsum- und Erwerbszeiten ausgedehnt werden wird mehr freie Zeit nach wirtschaftlichen Erfordernissen umorganisiert. Damit gehen gesellschaftlich organisierte Pausen für Dich und Deine Interessen verloren.

Die Allianz für den freien Sonntag setzt sich dafür ein, dass der arbeitsfreie Sonntag arbeitsfrei bleibt. Zahlreiche kirchliche und nicht kirchliche Organisationen gehören dieser Allianz an. So auch die Katholische Jugend Österreichs. Die Mitglieder verpflichten sich zu einem intensiven, bewusst seins bildenden und politischen Engagement. Damit Wochen ein Ende haben.

 

Forderungen der Allianz für den freien Sonntag

1. Die Sonntags- und Feiertagsruhe muss generell gesetzlich geschützt bleiben. Im Landesgesetzblatt 6/2001 bekennt sich das Land OÖ zum "freien Sonntag":
2. Die bestehenden Ausnahmen nach dem Arbeitsruhegesetz sind laufend auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Für Ausnahmeregelungen muss es kollektivvertragliche Rahmenbedingungen geben.
3. Sonn- und Feiertagsarbeit muss einen höheren Preis haben als Normalarbeitszeit. Für diejenigen, die solche Arbeit im Dienst der Mitmenschen leisten, muss es eine angemessene Entlohnung und Ersatzfreizeit geben.
4. Gesetze, die ein Durchbrechen der Sonn- und Feiertagsarbeit erlauben, müssen geändert werden, damit der schleichenden Ausweitung der Sonntagsarbeit vorgebeugt werden kann. Kontrolle und Sicherung der Sonn- und Feiertagsruhe müssen garantiert sein.
5. Die Sonn- und Feiertagsruhe muss in Österreich, auf Bundes- und Landesebene, verfassungsrechtlich verankert werden.
6. Seitens der EU müssen der arbeitsfreie Sonntag geschützt und die
gesetzlichen Feiertage der einzelnen Mitgliedsstaaten - als Ausdruck der kulturellen und religiösen Identität - respektiert werden. H www.freiersonntag.at

 

Weitere Infos:

kj oö Forum Arbeit/KAJ
T 0732 7610 - 3611
E kj.arbeit.kaj@dioezese-linz.at

 

Tu was, kauf nix!

... unter diesem Motto machen am 7. Dezember die Katholische Aktion OÖ, darunter auch einige Mitglieder der Katholischen Jugend OÖ darauf aufmerksam, dass der 8. Dezember als gesetzlicher Feiertag kein Einkaufstag sein sollte. Es werden Aufkleber, Freecards und Mintbonbons verteilt. In Gesprächen mit PassantInnen findet die Aktion großteils breite Zustimmung und viele bestätigen diesen Tag für sich und ihre Familie zu nützen. Denn gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit tut ein Tag der Unterbrechung des Einkaufswahns besonders gut und wäre dringend nötig. Auch das Anliegen des gemeinsamen arbeitsfreien Sonntags wird thematisiert. Auch wenn Studien belegen, dass sich das Offenhalten der Geschäfte an Sonntagen selbst aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht lohnt, werden kritische Stimmen kaum gehört.

 
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