Thursday 13. August 2020

Diözesanjugendseelsorger Michael Münzner verabschiedet sich

Liebe LeserInnen!

Im Frühjahr 2011 wurde ich zum „Diözesanjugendseelsorger und Geistlichen Assistenten der kj oö“ sowie „MinistrantInnenseelsorger und priesterlichen Moderator der Katholischen Jungschar der Diözese Linz“ vorgeschlagen und mit 1. September 2011 von Bischof Ludwig Schwarz ernannt.

Zu Beginn dieses Kalenderjahres habe ich die Diözesanleitung nach längerer Überlegungszeit darum gebeten, meine Funktionen in der Kinder- und Jugendpastoral mit Ende August beenden zu dürfen.

Ich bin sehr froh und dankbar, dass es gelungen ist, dass H. Vitus Glira aus dem Stift Schlägl mein Nachfolger wird. Ich wünsche ihm Freude an der pastoralen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und für sie, Gestaltungswille und Kreativität, Flexibilität und Stabilität, den nötigen Weitblick und den kritischen Blick, Ausdauer und Geduld, Zuversicht und einen langen Atem.

 

 

Im Rückblick auf die vergangenen Jahre erinnere ich mich gerne an eine Reihe von Veranstaltungen, an deren Konzeption, Organisation und/oder Durchführung ich mitgewirkt habe, wie z.B. Wallfahrten ins Heilige Land 2014 und 2019, MinistrantInnenwallfahrten nach Rom 2015 und 2018, das Kaleidio 2014 in Linz, die Teilnahme am Weltjugendtag in Krakau, das Pfingsttreffen der kj oö 2013 in Schärding, die Tage der Stille von 2011 bis 2016 auf der Burg Altpernstein und von 2017 bis 2019 im Schacherhof in Seitenstetten, MinistrantInnentage in Stift St. Florian, diözesane Spirinights, Jugendkatechesen mit Bischof Ludwig Schwarz und viele Gottesdienste im Rahmen von Jugendwochen oder Jugendveranstaltungen, Begegnungen mit VertreterInnen der Bewegungen und Besuche von Veranstaltungen der Bewegungen uvam.

 

Die Vielfalt an Aufgaben, der Kontakt mit jungen Leuten an verschiedenen Orten unserer Diözese, aber auch das gemeinsame Leben und Feiern des Glaubens haben mir wirklich Freude gemacht. Und so kann ich am Ende der neun Jahre sagen, dass für mich die Zeit als Jugendseelsorger eine gute war, mich sicher geprägt hat und für mich lehrreich war.

 

Mir war und ist es ein Anliegen war, dass Kirche Zukunft hat, junge Menschen den Glauben an Jesus Christus für sich entdecken können und junge Menschen einen Platz in der Kirche haben.

Davon angetrieben, habe ich über die vergangenen Jahre die Aufgaben des Jugendseelsorgers stets mit großem Engagement, mit hohem zeitlichen Einsatz und mit Interesse an der Jugend ausgeübt, das Miteinander in den Vordergrund gestellt und immer wieder versucht, meine Freude am Glauben und an der Kirche in die Arbeit einzubringen. Ob mir das gelungen ist, möchte und kann ich nicht beurteilen. Ich hoffe aber, dass ich wenigstens da und dort das eine oder andere Saatkorn ausstreuen konnte, das irgendwann aufgeht und Früchte trägt.

 

Immer wieder wurde ich in den vergangenen Wochen gefragt, wie ich meinen Abschied gestalten möchte. Meine Bitte war, dass es keine Verabschiedungsfeier gibt. - Der Grund dafür ist, dass jene, die meine Arbeit wertgeschätzt haben, mir das ohnedies über die Jahre hinweg in der Zusammenarbeit schon gezeigt haben. Dafür bin ich auch sehr dankbar.

 

Darüber hinaus geht mir schon seit Jahren eine Geschichte nach, die Jesus erzählt hat, um zu zeigen, wie wir unseren Glauben stärken können. In Lk 17 erzählt er von einem Sklaven, der von der schweren Arbeit heimkehrt und im Haus angekommen gleich weiterarbeiten und seinen Herrn bedienen muss. Das ist zugegebenermaßen für uns heute kein leicht zu verstehendes Bild! Dennoch mahnt es mich, mich in meiner Arbeit selber nicht zu wichtig zu nehmen, auch wenn ich in den vergangenen Jahren gut beschäftigt war. Es wäre aber unvernünftig von mir, wenn ich mir stolz auf die Schultern klopfen würde. Vielmehr möchte ich sagen, dass ich versucht habe, nach meinen Möglichkeiten, auch mit meinen Fehlern und Begabungen und mit meinem Glauben Jugendseelsorger zu sein und im Vertrauen auf Gott die an mich gestellten Aufgaben einfach gut zu erledigen.

 

Ausdrücklich danken möchte ich jenen, die mir das Aufgabenportfolio des Jugendseelsorgers zugetraut haben und die es ermöglicht haben, dass ich so viele Jahre in der Jugendpastoral tätig sein durfte.

Bedanken möchte ich mich auch bei allen, die offen auf mich zugegangen sind, die mich zu Jugendgottesdiensten und Veranstaltungen in Pfarren oder Dekanaten eingeladen haben, mit denen ich zusammengearbeitet habe, besonders erwähnen möchte ich hier das Burgteam. Ich freue mich auch, dass mir manche zu Freunden geworden und mir in der Art und Weise wie sie mir begegnet sind, gezeigt haben, dass sie meine Arbeit schätzen.

 

Ich bin mir sicher, dass ich vielen im diözesanen Kontext immer wieder mal begegnen werde. Insofern braucht es auch schon deshalb keine besondere Verabschiedung.

 

In Dankbarkeit für alle, die in der Verbundenheit der Kirche sich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene engagieren und ihnen den christlichen Glauben vorleben und entdecken helfen, wünsche ich euch allen Gottes Segen!

 

Michael Münzner

.

kj shop
Love Box

Love Box!

Die Love Box ist ein Lese-Rollenspiel für Jugendliche ab 14 Jahren.

15,00 EUR
Katholische Jugend OÖ
Kapuzinerstraße 84
4020 Linz
Telefon: +43 732 7610 - 3311
Telefax:+43 732 7610 - 3779
kj@dioezese-linz.at
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
http://ooe.kjweb.at/
Darstellung: