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Verschuldung/ Armut

Lebe schuldenfrei

Sag´ mir was du hast und ich sag´ dir ob du zu mir passt!
Geht es nach der Werbung, musst du bestimmte Dinge besitzen, um "in" zu sein: tolles Auto, Motorrad, DVD-Player, Computer mit Zubehör, Markenkleidung, Reisen...
So gibt´s die Werbung vor und viele glauben´s.

In den letzten Jahren hat der Anteil der verschuldeten Jugendlichen deutlich zugenommen: Knapp 1/5 aller Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren gibt - deutschen und österreichischen Studien zufolge - an, Schulden zu haben. 7% aller Jugendlichen können als überschuldet bezeichnet werden: d.h. die Höhe ihrer Schulden übersteigt ihre monatlich verfügbaren Einkünfte. Männliche Jugendliche sind nahezu doppelt so häufig ver- bzw. überschuldet als weibliche Jugendliche.

Selten lässt sich die Überschuldung an nur einer Ursache festmachen. Meist ergeben mehrere Auslöser diese schwierige Situation. Als häufigste Ursachen der Verschuldung werden eine Einkommensverschlechterung (z.B. durch Arbeitslosigkeit, Krankheit) und größere Anschaffungen (v.a. Auto und Motorrad samt Folgekosten, Elektrogeräte,...) genannt. Auf eine Verleitung durch Kreditgeber weisen 5% der befragten Jugendlichen hin.

Besonders häufige Schuldenfallen sind:
a) Kontoüberziehung bei 8 - 12% SOLL Zinsen werden fällig (p. a.)
b) Aufnahme eines Kredits
c) Übernahme einer Bürgschaft
d) Leasing/Raten-/Teilzahlungskauf

Eine Sofortmaßnahme bei finanziellen Schwierigkeiten: Notiere alle Einnahmen und Ausgaben über einen Zeitraum von einem Monat auf einer Einnahmen/Ausgabenliste. Somit erhältst du einen guten Überblick über deine Finanzen. Dann kannst du daran gehen deine Lebensgewohnheiten und dein Ausgabeverhalten zu überdenken und entsprechende Änderungen vorzunehmen. H www.schuldner-hilfe.at

Sinnvoll ist es, sich bereits bei Zahlungsschwierigkeiten an eine Schuldnerberatungsstelle zu wenden und sich dort kostenlos beraten zu lassen
H www.schuldner-hilfe.at
H www.schuldnerberatung.at

Denn: Finanzielle Einschränkung, Konflikte mit Eltern und FreundInnen, psychischer Druck, Stress sowie Abhängigkeit sind Folgen von Schulden. Dazu können Sucht, Resignation, Minderwertigkeitsgefühle, Verschlechterungen von Schulleistungen bzw. die Gefährdung des Arbeitsplatzes kommen. Bei massiven finanziellen Problemen ohne sozialer/familiärer Absicherung ist die Existenz bedroht.

(Quellen: Lange Elmar, Jugendkonsum im 21 Jhdt., Wiesbaden 2004; Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz (BMSG): 4. Bericht zur Lage der Jugend in Österreich, Wien 2004)

 

Weitere Infos:

kj oö Forum Arbeit/KAJ
T 0732 7610 - 3611
E kj.arbeit.kaj@dioezese-linz.at

 
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