Wer sind wir? Was wollen wir?
Als Junge ArbeiterInnen wissen wir, dass Bildung wichtig ist und zu einem gelungenen Leben gehören. Wir wissen auch, dass wir durch unsere soziale Umgebung wie Eltern, Schule, Arbeit, FreundInnen und Medien nicht immer zu unserem Wohl geprägt werden. Verschiedenste Industriezweige wollen uns mit ihrer Werbung zu unmündigen KonsumentInnen erziehen. Dagegen setzen wir eine Bildung nach sozialen und christlichen Werten um ein selbstbestimmtes, solidarisches Leben zu erreichen.
Wir übernehmen Verantwortung für unser eigenes Leben und unsere Umgebung. In Gruppen und Runden analysieren wir unsere Arbeits- und Lebensbedingungen und setzen Aktionen um unsere Situation nach unseren Bedürfnissen zu ändern.
Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir am Arbeitsplatz, werden oft schlecht behandelt und müssen oft Arbeiten verrichten die nach unseren Werten sinnlos sind. Um Änderungen zu erreichen, organisieren wir uns und merken dass uns gemeinsam mehr gelingt. Wir setzen uns für eine gerechte Verteilung von Arbeit, Einkommen und Eigentum bei uns und weltweit ein und beteiligen uns in der Gewerkschaftsbewegung.
Wir erfahren dass sinnvolles Leben möglich ist und Gott erlebbar wird, wenn Solidarität und Gerechtigkeit verwirklicht werden. Dies feiern wir immer wieder, verwenden und suchen Symbole die dies zum Ausdruck bringen. In der KAJ setzen wir die prophetische Tradition der Bibel fort, indem wir das Unrecht aufzeigen, Aktionen zu Änderungen setzen und die Träume und Wünsche junger ArbeiterInnen von einer gerechten Welt ausdrücken.
Die Jugend ist jener entscheidende Zeitraum in dem Werte und Lebenseinstellungen entwickelt werden. Deshalb setzen wir uns in Runden und bei Projekten mit unserer spezifischen Lebenssituation auseinander und tauschen uns mit "Gleichbetroffenen" aus und bilden so unsere Werthaltungen.
Wir setzen uns mit unseren Rollen als Mädchen/Frau und Bursche/Mann auseinander, da wir sehen, dass durch eine Änderung unsers anerzogenen Rollenverhaltens die Gesellschaft in der wir leben gerechter gestaltet werden kann. Als Mädchen und Frauen merken wir, dass wir selbstbestimmt einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung der Welt einbringen können und tun dies in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche.
Um effizient Widerstand leisten zu können, ist es gerade in Zeiten der Globalisierung der neoliberalen Wirtschaft notwendig, sich national und international zu vernetzen und zu unterstützen. Die KAJ gibt es in 54 Ländern der Welt.
Da wir selbst wissen was wir brauchen und was uns gut tut, bestimmen wir auch selbst Inhalt und Methode unserer Arbeit und sind unabhängig von wirtschaftlichen Interessen. Wir bringen selbst einen großen Teil unseres Arbeitsbudget auf.
Wir verstehen es als Aufgabe der Politik das gesellschaftliche Leben hin zu Gerechtigkeit zu regeln und bringen uns mit unseren Wünschen, Vorstellungen und Forderungen in die Öffentlichkeit und in die politische Diskussion ein.