Die Katholische Jugend nimmt Jugendliche mit ihren Anliegen, Bedürfnissen, Sorgen, Ängsten und Gefühlen ernst und traut ihnen zu, dass sie für ihr Leben und ihr Lebensumfeld Verantwortung übernehmen lernen.
Jugendliche in ihrer umfassenden Persönlichkeit, ihrer momentanen Entwicklung und Lebenswelt sind Ausgangspunkt und Mittelpunkt unseres Engagements.
Unser Tun, Schwerpunkte und Zielsetzung unserer Arbeit sind abgestimmt auf die Bedürfnisse, Talente und Fähigkeiten der Jugendlichen.
Eine Kultur des Miteinanders, Dialog- und Konfliktfähigkeit fördern, Formen der Kooperation und des fairen Umgangs erlernen, sind ein tragfähiges Fundament, damit sich Jugendliche soziale Kompetenz aneignen können und die Gestaltung ihrer Beziehungen gelingen kann. Die Katholische Jugend bietet den Jugendlichen einerseits begleitete Gruppen und offene Begegnungsräume an. Junge Menschen können dort sich selbst, ihre Umgebung und verschiedene soziale Gefüge bewusst wahrnehmen und erleben.
Sie erfahren konkrete Unterstützung in ihrer individuellen Entwicklung zur reifen Persönlichkeit. In diesen Formen des sozialen Lernens und Lebens wird den Jugendlichen auch ein breites Spektrum an Erlebnissen und Erfahrungen zuteil, die ihnen bei ihrer Entwicklung und Orientierung in der Gesellschaft Hilfen bieten soll.
Die Katholische Jugend geht von einer Vision des Zusammenlebens aus, wo Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Männer und Frauen das Leben miteinander teilen. Wir versuchen die ökumenische Gesinnung zu fördern und nach Möglichkeit auch in unser Tun umzusetzen (z.B. durch gemeinsame Großveranstaltungen).
Wir wollen Kirche und Gemeinde so gestalten, dass die Jugendlichen in ihrer Glaubensfindung und ihrer religiösen Entwicklung Unterstützung, Bestärkung und Begleitung erfahren.
Wir wollen ihnen eine unverzichtbare Rolle in Kirche und Gesellschaft zusprechen, sie ernst nehmen und ermutigen. Sichtbar wird unser jugendpastorales Handeln und Bemühen im bewusst gestalteten Miteinander von Jugendlichen und Erwachsenen, in dem das konkrete Leben zur Sprache gebracht, reflektiert, gestaltet und gefeiert wird.
Jugendlichen soll es möglich sein, aktiv am Gemeindeleben teilzuhaben (Gemeinschaften, kategorielle Gemeinden, Pfarren) und es gleichberechtigt mitzugestalten. Dazu sind Räume und Zeiten zu schaffen, um religiösen und sinnsuchenden Fragen nachgehen zu können.
Wir ermutigen junge Menschen, ihre eigenen Ausdrucksformen des Glaubens und des Gebetes zu entwickeln und im Alltag zu pflegen. Daneben bemühen wir uns um die Weiterentwicklung der kirchlichen Feiertradition, sodass Jugendliche zu deren Symbolen, Texten und Riten Zugänge finden können.
Die Katholische Jugend trägt bei zur Bewusstseinsbildung und will den Jugendlichen ermöglichen, politisch zu sein, sich Verhaltensweisen einzuüben, die für die Mitgestaltung unserer Gesellschaft unerlässlich sind.
Grundhaltungen, wie "sehen - urteilen - handeln - feiern", Toleranz, Solidarität, das gemeinsame Handeln für eine gemeinsame Welt, die Förderung des demokratischen Miteinanders sind Grundlage der Programme und Aktivitäten der Katholischen Jugend.
Ehrenamtliche Tätigkeit, Engagement im diakonischen Bereich, Mitwirkung und Beteiligung im Pfarrgemeinderat, Jugendgemeinderat u. a. soll durch die Jugendarbeit gefördert werden und Wertschätzung erfahren.
Wir wollen Plattformen schaffen, Strukturen unterstützen, in denen Meinungsbildungsprozesse entstehen, Jugendliche ihre Anliegen und Bedürfnisse selbst darstellen sowie Positionen vertreten und sich um ihre Durchsetzung bemühen können.
Wir sind bestrebt, die Jugendlichen für ein Engagement für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sensibilisieren.
Die Katholische Jugend engagiert sich konsequent für die Interessen, Rechte und Bedürfnisse der Jugendlichen in Kirche und Gesellschaft.
Jugendliche verfügen weder strukturiert über wirtschaftliche Macht, noch haben sie eine einflussreiche Lobby.
Die Vertretung ihrer Interessen in politischen Zusammenhängen und Entscheidungsprozessen findet daher oftmals nicht oder nur mit wenig Beachtung statt.
Das anwaltschaftliche Eintreten der Katholischen Jugend ist ein wesentlicher Beitrag, um die Sichtweisen der Jugendlichen in Gesellschaft und Kirche einfließen zu lassen.
Wir wollen mit und für Jugendliche(n) Strategien finden, welche Mitbestimmung und Beteiligung ermöglichen und mit entsprechenden Maßnahmen dafür sorgen, dass die Entscheidungsträger in Kirche, Politik und Wirtschaft Verantwortung für junge Menschen und ihre Lebensräume übernehmen.
Wir bemühen uns um Wege (Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsveranstaltungen, Studientage ...), die auf die spezifische Situation von Jugendlichen, auf die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf junge Menschen aufmerksam machen.
Wir treten mit konkreten Forderungen für die Verbesserung der Lebensbedingungen Jugendlicher ein.