Was macht uns als Katholische Jugend OÖ (kj oö) aus? Welches Bild von kj oö hast du vor Augen, wenn du 10 Jahre in die Zukunft denkst? Welche Schwerpunkte prägen unser Tun in den kommenden Jahren?
Grundsätzliche Fragen haben das 10. Diözesanplenum auf der Burg Altpernstein(17./18. April 2010) geprägt. Angeregt haben sich die VertreterInnen aus den Regionen und der Diözesanebene mit der strategischen Planung, mit dem neuen Leitbild der kjoö, mit Zukunfstideenund auch mit der derzeitigen Krise in unserer Kirche beschäftigt. Im Rahmen des Konferenzteils am Sonntag wurden das neue Leitbild und die strategische Planung mit überwältigender Mehrheit positiv beschlossen. Intensive Erstellungs- und Auswahlprozesse unter Beteiligung einer möglichst breiten Gruppe von Engagierten waren dem Vorausgegangen. Wichtige Meilensteine auf dem Weg in die Zukunft sind damit erreicht.
Leitbild - was ist neu?
Angesichts sich ändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, wurden auf Basis der reflektierten Wahrnehmungen aus dem Jugendarbeitsalltag und durch aktuelle Jugendstudien fundiert die Herausforderungen benannt, die sich für Jugendliche derzeit stellen. Seit der Verabschiedung des letzten Leitbilds waren immerhin 10 Jahre vergangen. Eine Zeit in der sich für Jugendliche das Handy zum Alltagsgegenstand entwickelt hat, in der sozial webs neue Möglichkeiten eröffnen und zunehmend mehr Raum einnehmen, in der Integration (in all ihren Dimensionen) an Bedeutung gewinnt. Eine Zeit in der die Folgen von 9/11 und der globalen Finanzkrise bis in den letzten Winkel unseres Landes spürbar waren bzw. sind. Was fällt dir selber ein, wenn du an Veränderungen in den letzten zehn Jahren denkst?
Vier tragende Säulen hat das Selbstverständnis der kjoö:
Die Katholische Jugend gestaltet Lebensräume mit Jugendlichen
Die Katholische Jugend ist Kirche mit Jugendlichen und für Jugendliche
Die Katholische Jugend gestaltet Gesellschaft mit
Die Katholische Jugend ist Lobby für Jugendliche
Überlege dir, wie sie diese vier Grundsätze in deiner Jugendarbeitspraxis wiederspiegeln.
In einer Überarbeitung der theologischen Grundlagen und in der Benennung der jugendpastoralen Grundlagen, die sich an den Grundvollzügen der Kirche orientieren, wurde das Fundament unseres Tuns dargestellt und neu formuliert, sowie Meilensteine auf dem Weg zu diesen Grundlagen benannt. Begleitet werden die Texte von Bibelstellen, die für unsere Jugendarbeit besondere Bedeutung haben.
Die Handlungsprinzipien beschreiben das "Wie" unseres Tuns. Übersichtlich sind sie in 8 Wortpaaren, die einen Spannungsbogen bilden, dargestellt. Besonders der Aspekt der Nachhaltigkeit hat eine stärkere Akzentuierung gefunden.
Strategische Planung - unser Blick nach vorne
In 9 Strategien haben wir die Schwerpunkte unseres zukünftigen Tuns benannt. Diese reichen von der noch intensiveren vernetzenden Zusammenarbeit mit der Jungschar über die Stärkung der Burg Altpernstein als Begegnungszentrum bis hin zu einem übergreifenden Schulungskonzept. Klar ist auch benannt, dass die Anliegen der ehrenamtlichen MultiplikatorInnen Gehör finden und dass es in vielfältiger Weise darum geht, jungen Menschen zu ermöglichen sich mit ihren Talenten und Fähigkeiten innerhalb der Katholischen Jugend auf allen Ebenen einzubringen. Platz für neues zu schaffen heißt auch eine Kultur des Abschieds zu entwickeln und noch stärker auf das Gesamt der Katholischen Jugend zu blicken, um Doppelgleisigkeiten zukünftig zu vermeiden.
Danke an alle, die sich an der Umsetzung dieser beiden wesentlichen Bausteine konstruktiv beteiligt haben, insbesondere den Vorbereitungsteams für Leitbild und strategische Planung.
Mit diesen Ausgangspunkten werden wir an die Konkretisierung und die Verwirklichung in unseren Jahresplanungen herangehen.
Auf gute kommende Jahre!
Unser Leitbild steht hier (2,3 MB) zum Downloaden bereit. Es liegt auch als Broschüre im kj-Büro auf und wird selbstverständlich gerne zugeschickt.