Ein anderes Europa für eine andere Welt
Von 17. - 21. September 2008 fand in Malmö (Schweden) das fünfte Europäische Sozialforum statt. Auch aus Österreich waren einige Leute dabei - wie z. B. von attac, der kj oö, KAB und Welthaus.
Ca. 15.000 Leute waren wir, die am Samstag in Malmö für ein anderes Europa auf die Straße gegangen sind. Ein Europa, in dem Menschen egal welcher Herkunft einen guten Platz haben. Ein Europa, in dem die BürgerInnen ihre demokratische Mitbestimmung ausüben können. Ein Europa, wo der Mensch und der Erhalt einer intakten Umwelt im Mittelpunkt der Arbeitswelt stehen. Ein Europa, das öffentliche Dienstleistungen als Grundrechte aller Menschen erachtet. Ein Europa, das Frauen und Männer gleichermaßen gestalten. Ein Europa, das verbunden ist mit den Menschen weltweit, damit eine andere Welt möglich wird.
"Es war toll die Vielfalt Europas und teilweise der ganzen Welt in einer einzigen Stadt versammelt zu finden. Engagiertes Diskutieren in den verschiedensten Sprachen, Musik, Tanz, Theater, Filme, allerhand Kulinarisches und Aktionen - das Programm war so reichhaltig - ein Ausdruck der Fülle des Lebens. Europäisches Sozialforum, das bedeutet in erster Line Begegnung. Begegnung von Menschen, die uns in Bewegung bringen. Ich fühle mich bewegt, an dieser Vision eines gerechteren Miteinanders mitzubauen."
Heinz Mittermayr, attac Östterreich und KAB OÖ
"Eine andere Welt ist möglich! Es war schön zu sehen, dass vielen Menschen bewusst ist, dass sich in unserer Welt einiges ändern muss, dass sowohl Güter als auch Chancen ungleich verteilt sind und dass sich diese Menschen auch für eine Änderung der Zustände eintreten. Auch wenn man die Welt nicht von heute auf morgen verändern kann, so glaube ich doch, dass sich Nächstenliebe und die Übernahme von Verantwortung für sich selbst und die Gemeinschaft langfristig wieder durchsetzen werden. Durch die vielen Menschen, die ich in Malmö kennen gelernt habe, wurde ich in diesem Glauben bekräftigt."
Simon Ebner, Katholische Hochschuljugend
"Besonders beeindruckt haben mich AktivistInnen aus Ländern der so genannten 3. Welt. Ihr Aufstehen gegen Diktaturen und Militärregimes, gegen Korruption, gegen Transnationale Kooperationen, gegen Umweltverschmutzung, Landraub und Gewalt verdient großen Respekt!"
Markus Feichtinger, Kath. Jugend OÖ
"Eine gerechte Welt ist möglich - es liegt in unseren Händen! Das Beeindruckendste für mich am Europäischen Sozialforum in Malmö waren tausende von Menschen, die mit Engagement und Power über Visionen, Strategien und Handlungsansätze für ein anderes, ein gerechteres Europa und somit eine gerechtere Welt diskutierten.
Europa ist ein wichtiger wirtschaftspolitischer Machtfaktor in der Welt. Die derzeitige europäische Wirtschaftspolitik fördert - entgegen ihren Versprechungen - weltweite Ungerechtigkeiten. Wir sind Teil dieses Europas - Wir müssen unsere Wertigkeiten und unseren Lebensstil überdenken! Wir müssen unsere Stimme erheben! Wir müssen gemeinsam lauter werden! - die Zeit ist reif!"
Alexandra Schmid, Welthaus Linz
Weitere Infos...
H www.esf2008.org
H www.attac.at/