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Burgführung

Burgführung

Unsere Burg ist ganzjährig geöffnet, und ein großer Teil des Gebäudes und der Sehenswürdigkeiten können jederzeit besichtigt werden. Für einen umfangreichen und detaillierten Blick ins Burginnere bieten wir auf Anfrage auch Führungen an. Einige unserer Kostbarkeiten finden sie in digitalem Format auch schon auf dieser Seite.

Burgtor

Das heutige Einfahrtstor ist erst nach 1578 durchgebrochen worden. Vorher war der Zugang dadurch erschwert, dass der Eingang im südwestlichen Teil des Torgebäudes war und somit einen zweimaligen Richtungswechsel erforderte. Im Zuge von Umbauarbeiten im 16. Jahrhundert entstand auch das wuchtige Rustikaportal, das der Burg auch heute noch einen wehrhaften Eindruck verleiht. Die heute noch verwendeten Torflügel waren damals nur aus Holz. Wegen der Bedrohung durch die Türken wurde im Jahre 1683 das Tor mit alten Harnischen beschlagen. Die 11 Meter lange tonnengewölbte Durchfahrt konnte außerdem noch durch zwei weitere Tore versperrt werden.

Der Zauberer Jackl

Wer im Hof die richtige Stelle findet und hoch zum Burgdach blickt, der/die kann den herunterschauenden Zauberer Jackl entdecken.

Der Innenhof mit Brunnen

Der nicht ganz regelmäßig rechteckige, ungewöhnlich kleine, aber hohe Innenhof erinnert noch etwas an seinen gotischen Ursprung. Typisch gotische Stilelemente gingen jedoch bei den Umbauten der Jörger verloren. Der Gesamteindruck des Innenhofs deutet durch die Sgraffito-Rahmung der Fenster und Türen eher auf die Frührenaissance hin. Verstärkt wird dieser Eindruck auch noch durch ein Prunktstück aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, einem in die Wand eingebauten Marmorbrunnen. Wie eine Inschrift verdeutlicht, wurde der Brunnen 1607 vom Steinmetzmeister Jakob Provin aus Spital am Pyhrn hergestellt.

Der Rittersaal

Der ehemals mit Geweihen und allerlei wertvollen alten Bildern und Schießscheiben verzierte Saal diente bis nach dem 2. Weltkrieg als Wirtsstube. Bemerkenswert ist die schwarzbraune Balkendecke, die ihre Farbe durch das Einlassen mit Stierblut erhalten hat. In früheren Zeiten haben sich in diesem Saal wohl viele fröhliche und ausgelassene Feste zugetragen. Dass es bei den Rittern aber nicht nur heiter und freundlich zuging, davon erzählt die Sage von den beiden Brüdern.Heute wird der Rittersaal vor allem als Versammlungsort und Plenum für die TeilnehmerInnen der Kurse genutzt.

Die weiteren Stockwerke

Im zweiten und dritten Stockwerk befinden sich Gruppen- und Schlafräume für 90 Personen. Sie sind wie der Meditationsraum nur für Kurs- und Seminargäste zugänglich.

Die Kapelle

Sie wurde als "Beneficium zu Unserer Lieben Frau" um das Jahr 1359 von Eberhard von Wallsee gestiftet. Die Barocke Stuckverzierung, wie sie heute noch zu erkennen ist, enstand um 1626/29, als die Burg in Besitz des Landeshauptmannes Adam Graf Herbersdorff war. Herzstück der Kapelle ist das spätgotische Gnadenbild der Muttergottes. Diese Statue stammt aus dem 15. Jahrhundert. Das sehr wertvolle Original befindet sich in der Schatzkammer des Stiftes Kremsmünster. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Statue Anziehungspunkt intensiver Marienverehrung und Wallfahrtstätigkeit.

Der Meditationsraum

Im Dachgeschoss der Burg liegt - abgeschieden vom Tagesbetrieb - der Meditationsraum. Der Raum ist als Ort des Rückzugs konzipiert, als Ort der Besinnung und des spirituellen Erlebens. Er lebt von der Reduzierung auf das Wesentliche und von der Form des Daches. Bei all unseren Treffen hat er einen hohen liturgischen Wert.

Das Verließ

In der Mitte der Durchfahrt ist westlich eine Tür zu einer Treppe, an deren Ende man zu den gut erhaltenen Verließen, die aus der Jörger-Zeit stammen, gelangt. Diese kargen und finsteren Räumlichkeiten lassen uns noch etwas von den früheren harten Methoden der Gerichtsbarkeit erahnen. Nach noch vorhandenen alten Aufzeichnungen haben zur Zeit der Hexenprozesse mehrere Zauberer darin ihr Dasein gefristet. Anton Buckner soll hier eine Anregung für sein "De profundis" erhalten haben.

Die Dornröschenstiege

Am Ende der auf der oberen Ebene der Gastterrasse befindlichen Stiege ist eines der letzten Zeugnisse gotischen Stils. Der einfache unprofilierte Spitzbogen lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit in das 14. Jahrhundert einordnen. Die Türe führt in den "Felsengang", der im Inneren des Langhauses als Verbindung zwischen Hof und Zwinger diente.

Der Pulverturm und der runde Turm

Dreht man sich vor dem Eintritt in die Burg nochmals um 180 Grad, so erblickt man oberhalb des noch immer vorhandenen Stallgebäudes einen hochgestellten viereckigen Turm mit Schießscharten. In einer Beschreibung von 1572 wurde er als Gefängnis bezeichnet, in späterer Zeit wurde er für die Aufbewahrung von Schießpulver genutzt. Da aus nördlicher Richtung die leichteste Annäherungsmöglichkeit an die Burg bestand, ist sie dort noch durch einen zweiten, etwas abgesetzten Turm gedeckt. Dieser runde Turm, der auf der burgzugewandten Seite seinen hochgelegenen Eingang hat, ist noch annähernd in alter Höhe erhalten.

 
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