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Arbeit/Arbeitslosigkeit

Gute Arbeit für Jugendliche/Jugendarbeitlosigkeit

Wusstest du,

  1. dass 42% aller Jugendlichen nach der Pflichtschule vor dem Eintritt in die Arbeitswelt stehen und damit wichtigen Weichen für ihr Leben stellen.
  2. dass ca. 10. 000 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 in Oberösterreich weder eine Lehrstelle noch einen Job haben.
  3. dass auf 1 Lehrstelle 4 Jugendliche kommen, die sie gerne hätten. In manchen Regionen sieht die Situation noch dramatischer aus. Da kommen auf eine freie Lehrstelle gar 10 Lehrstellensuchende.

 

Wir geben Arbeitslosen eine Stimme!

Knapp 11.000 junge Menschen sind in Oberösterreich mit Ende März auf Jobsuche (AMS/30.03.2009). Mit Erschrecken nehmen wir wahr, das insbesondere die 15 - 24 Jährigen von der schlechten Situation am Arbeitsmarkt betroffen sind! Die Wirtschaftskrise trifft sie besonders stark! Um in dieser Krise neue Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen, gibt es kein Patentrezept. "Es braucht das Zusammenstehen aller gesellschaftlichen Bereiche um neue, kreative Formen der Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzschaffung zu ermöglichen. Die Idee der AK eine Jugendausbildungsgesellschaft zu gründen begrüßen wir. Jetzt heißt es handeln! Lassen wir nicht zu, dass die Wirtschaftskrise unseren jungen Menschen die Zukunft verbaut!" so Markus Feichtinger von der Katholischen Jugend OÖ.
Am 30. April, dem Tag der Arbeitslosen, erhebt auch heuer wieder die Veranstaltungs-Gemeinschaft "Tag der Arbeitslosen" (TdAL) am Linzer Taubenmarkt die Stimme für Arbeitslose - und für jene, die nicht in der AMS-Statistik aufscheinen. Die Zahl der Arbeitslosen ist heuer aufgrund der Wirtschaftskrise um ein Vielfaches angestiegen und ein Ende dieser Entwicklung ist vorerst nicht ab zu sehen. Daher ist es in diesem Jahr besonders wichtig, auf die Situation von arbeitslosen Menschen hinzuweisen, die es sich leider nicht "richten können". Symbolisch verteilt die Katholische Jugend Kekse mit der Inschrift "Arbeitsplätzchen" auf der Linzer Landstraße - denn es braucht mehr Arbeits- und Ausbildungplätze für junge Menschen in OÖ! Unsere Gemeinsamen Forderungen:

- Erhöhung des Arbeitslosengeldes
- Ausbildung mit Berufsabschluss statt endlose Bewerbungstrainings
- Abschaffung ungerechtfertigter Bezugssperren
- Faire Verteilung der vorhandenen bezahlten Arbeit
- Schluss mit Vorurteilen und Diskriminierung.

Die Veranstaltungs-Gemeinschaft TdAL, bestehend aus: AUGE (Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Oberösterreich), AhA (Verein Arbeitslose helfen Arbeitslosen), Bischöfliche Arbeitslosenstiftung, Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung (KAB), Katholische Jugend (KJ), migrare - Zentrum für MigrantInnen, Gewerkschaftsjugend Oberösterreich (ÖGJ), Miteinander GmbH, Sozialplattform Oberösterreich, Volkshilfe Oberösterreich) ist überparteilich - aber parteiisch für Arbeitssuchende Menschen in unserem Land!


"Ich hasse Arbeit, weil ich keine kriegen kann."

Mittlerweile ist eine der größten Ängste von Jugendlichen eines Tages ohne Job dazustehen. Und wie die Daten zeigen, ist diese Angst nicht ganz unberechtigt. In unserer Gesellschaft ist Erwerbsarbeit ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Ohne Arbeit zu sein, bringt für die Betroffenen eine ganze Menge materieller und psychischer Probleme mit sich. Denn ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld keine Unabhängigkeit von der Familie bzw. vom Staat (der Sozialbeihilfe), ohne Geld nur geringe Möglichkeit an der (Konsum-)Gesellschaft teilzunehmen. Von der Gesellschaft an den Rand gedrängt wird es für Jugendliche besonderes schwierig ihre eigene Identität zu finden. Wie können sie denn Selbstwert aufbauen und entwickeln, wenn sie ihre Fähigkeiten nicht entfalten können und sich nutzlos fühlen? Und wie sollen sie sich in eine Gesellschaft gut integrieren, die ihnen signalisiert, dass sie nicht gebraucht werden?

 

Stellen.wert Jugend will Arbeit

Weil die Situation immer schwieriger wird, ist das Projekt "stellen.wert Jugend will Arbeit" entstanden. Bei diesem Projekt, das das Forum Arbeit/KAJ gemeinsam mit KAB und Betriebsseelsorge initiiert hat, geht es nicht nur darum die Problematik aufzuzeigen, sondern auch gemeinsam mit den Betroffenen (auch Eltern und Angehörige der arbeitslosen Jugendlichen) und EntscheidungsträgerInnen nach qualitativen Lösungen zu suchen. Das Thema Jugend und Arbeit soll in der Öffentlichkeit mehr Stellenwert bekommen.
Nähere Infos unter H www.stellenwert.at
oder im
kj oö Forum Arbeit/KAJ
T 0732 7610 - 3611
E kj.arbeit.kaj@dioezese-linz.at

"Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit."
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UN, Artikel 23

 

 
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